Wandern | NSG Beurener Heide

Unser heutiger Spaziergang führte uns ins Naturschutzgebiet (NSG) Beurener Heide. Es liegt im Zollernalbkreis nördöstlich von Beuren, einem Stadtteil von Hechingen. Die Beurener Heide beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt, sowohl an Pflanzen als auch an Tieren. So sind hier über 360 Pflanzenarten, davon 65 gefährdete und geschützte Arten, anzutreffen. 
Unser Besuch galt gestern jedoch den ersten Orchideen im Jahr, dem Kleinen Knabenkraut (Anacamptis morio) und der Kleinen Spinnen-Ragwurz (Ophrys araneola).

Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) ist hier im Naturschutzgebiet reichlich anzutreffen.

Im gesamten Naturschutzgebiet mit seiner Wacholderheide hat man einen hervorragenden Blick auf die Burg Hohenzollern und den Albtrauf.

Die ersten Orchideen in diesem Jahr kommen zum Vorschein. Die erste von 6 in Mitteleuropa vorkommenden Ragwurzen ist die Kleine Spinnenragwurz (Ophrys araneola).

Die zweite Orchidee, die wir heute gesehen haben, ist das Kleine Knabenkraut (Anacamptis morio). Dies kommt hier in sehr großer Anzahl und verschiedenen Farb-Varianten (unter anderem dunkel-violett und hell-rosa) vor.

Ebenfalls sehr häufig ist unterhalb der Wacholderheide die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) zu sehen.

Sumpfdotterblumen sind typische Pflanzen von Gewässerrändern. Früher wurden die Knospen der Sumpfdotterblumen in Essig eingelegt und als sogenannte „Deutsche Kapern“ gegessen.

Weitere Pflanzen sind unter anderem die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale). Sie gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie kommt überwiegend auf Feucht- und Nasswiesen, Gräben, Ufer, Auwälder und feuchten Wäldern vor. Die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) ist unten am Waldrand beim Parkplatz zu finden. Der Name bezieht sich auf den Knoblauchduft, der beim Zerreiben der Blätter entsteht.

Die Beurener Heide ist auch ein Paradies für Insekten.

Man konnte auch an einigen Wacholder den Birnengitterrost (Gymnosporangium fuscum) sehen. Der Birnengitterrost ist ein wirtswechselnder Pilz. Der Hauptwirt sind verschiedene Wacholderarten. Die im Frühjahr gebildeten Sporen infizieren bei geeigneten Witterungsbedingungen hauptsächlich die Blätter aller Wild- und Kulturbirnen. Aus den auffälligen Blattflecken

bilden sich im Herbst Gitterkörbchen, die ungeschlechtlich entstandene Sporen freisetzen. Daher kommt der Name Birnengitterrost.

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